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Argentinien, ein Land wie es kein Kontrastreicheres gibt.

Flagge Karte Wappen
Markttag
1.000.000 Peso
1.000.000 Peso Ley mit einem Nennwert von einer Mil. Peso.
Obelisco
Obelisk in Buenos Aires.
Asadito
Fleisch ist überall
Carnívoros - Fleischfresser
Vegetarier sollten sich eine Reise nach Argentinien oder gar einen längeren Aufenthalt dort sehr genau überlegen. Fleisch in allen Variationen, aber am liebsten in möglichst naturnahem Zustand, essen Argentinier für ihr Leben gern. Es schmeckt tatsächlich hervorragend - oder hat im Gegensatz zu deutschem Fleisch überhaupt erst Geschmack.
Fleisch zählt in Argentinien zu den Grundnahrungsmitteln, wie Mehl und Eier. Dementsprechend ist es für unsere Verhältnisse auch spottbillig. Mit ungefähr einem zehntel bis einem fünftel des Preises in Deutschland muss man rechnen.
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Asado - mehr als "Grillen"
Wörtlich übersetzt steht Asado zwar für unser "grillen" - übrigens gleichbedeutend mit dem Namen eines Fleischschnitts -, damit hört jedoch die Gemeinsamkeit im Wesentlichen auf. Asado ist eine Philosophie, eine Art zu leben und zu genießen.
Ursprünglich heißt das Braten von Fleisch nach Art der Gauchos so. Dabei werden aufgeklappte ganze (!) Schafe, Ziegen oder Rinderteile auf ein Eisenkreuz gespannt und über einem Bodenfeuer sehr langsam gegart. In der Stadt benutzt man stattdessen einen meist für unsere Verhältnisse riesengroßen und stationären "Grill". Gemeinsam mit der Familie oder Freunden wird eine "Parillada criolla" bereitet: Rindfleischstücke, aufgeklappte Hähnchen, Bratwürstchen (chorizos), Kalbsbries (mollejas), Kalbsdärme (chinchulin) brutzeln auf dem Holzkohlenfeuer vor sich hin.
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So sehen die Südamerikanichen Grillabende aus. Hier und da kommen bis über 40 Kg. Rindfleisch auf die überdimensionalen Grillroste. Das muss man einfach erlebt haben.
Zum Vergleich ein Grill bei uns
Die Aufteilung
1 - Costillar, Tira de Asado, 2 - Marucha oder Paleta, 3 - Azotillo, 4 - Bife de costilla, 5 - Lomo, 6 - Cuadril, 7 - Nalga, 8 - Vacío, 9 - Matambre
Philosophie
Asado ist ein soziales Ereignis. Familie und Freunde stehen im Mittelpunkt des Lebens. Asado spiegelt ein Teil des Einwanderererbes wider: Klassenübergreifend wird dem Asado gehuldigt, zwang- und formlos. Zeit bedeutet sehr viel: man hat Zeit zum reden und genießen, denn das Fleisch wird sehr langsam gegart - also nicht wie die US-amerikanische Art Steaks oder unsere Art Koteletts und Würstchen zu grillen.
Im Übrigen ist der Mann für die Zubereitung des Fleischs zuständig, während die Frau Salate und das Dessert bereitet.
Abendstimmung
Am frühen Morgen, wenn die Sonne aufgeht, und am Abend, wenn sie wieder unter geht, verwandelt sich die Landschaft in ein wahres Märchenland. Die Berge leuchten so rot, als glühten sie, man könnte meinen es sei ein Vulkanausbruch, wobei der dunkelblaue Himmel einen wunderschönen Kontrast dazu bietet.
Am frühen Morgen
Der Sonnenaufgang fasziniert immer mit schnell wechselnden Farben. Das muss man einfach erlebt haben.
Fähre
Auf der Fähre nach Feuerland.
Wasserfall
Ein Wasserfall im Nationalpark Feuerland.
Moped
Ein vor langer Zeit abgestelltes Moped am Strassenrand in Porvenir. Der Rost wird es irgendwann entsorgen.

Flagge Buenos Aires Wappen Buenos Aires Stadt Buenos Aires
Landessprache: Spanisch
Argentinien
Reiche Kontraste!
Allgemein
Argentinien ist ein Füllhorn an Lebensräumen: tropische Regenwälder im äußersten Nordosten, imposante Wasserfälle, gleißende Gletscherfelder in der Patagonischen Kordillere, unendliche Weiten der Pampa. Die Anden mit ihren zerklüfteten Massiven, deren König Aconcagua heißt und seinen Schatten aus einer Höhe von 6960 m auf die Provinzhauptstadt Mendoza wirft.
Argentinien ist nach Brasilien der zweitgrößte Staat Südamerikas. 37 Millionen Einwohner teilen sich 2,8 Millionen Quadratkilometer Gesamtfläche - Platz genug für unterschiedliche Städte, Landschaftsformen und Klimazonen. Die zumeist katholische Bevölkerung lebt überwiegend in der Hauptstadt Buenos Aires und deren Umland (12 Mio.). Der Rest des Landes ist dünn besiedelt.
Argentinien ist berühmt für seine riesigen Rinderfarmen und das exzellente Fleisch, das von ursprünglich aus Europa eingeführten Rindern stammt. Gerade während des in Europa kursierenden „Rinderwahns“ wurden noch mehr Steaks aus Argentinien eingekauft.
Klima
Argentinien weist eine Vielzahl von unterschiedlichen Klimazonen auf, wobei die Wärmezonen entgegen denen in Europa von Norden nach Süden abnehmen. Im subtropischen Norden heißt es im Sommer bei 40 Grad Celsius: raus aus den Klamotten. Auch in Buenos Aires ist bei einer Luftfeuchtigkeit von bis zu 80 Prozent und Temperaturen von 27 – 35 Grad leichte Bekleidung angesagt, während man auf Feuerland zur selben Zeit bei nur zwölf Grad zu den Wintersachen greifen muss. Die beste Zeit sind die südamerikanischen Sommermonate November bis März.
Blick über Buenos Aires
Land und Leute
So andersartig das Land auch ist, die Menschen sind uns näher als erwartet. 90 % der Argentinier sind europäischer, vor allem italienischer und spanischer, Herkunft und in machen Landesteilen wird sogar deutsch gesprochen. Dabei wird oft vergessen, dass es auch heute noch rund 850.000 Indianer von 17 Stämmen gibt, die allerdings immer weniger werden. Sie alle bemühen sich, ihre alte Kultur zu pflegen und weiterzugeben.
Fußball ist der alles verbindende, beliebteste Breitensport mit riesigen Stadien und legendären Spielern. Und dann der Tango! Für die einen ist er der Tanz der Unterschicht, für die anderen spiegelt er das Lebensgefühl der Argentinier wider. In Buenos Aires oder San Telmo ist er jedenfalls fester Bestandteil der Kultur.
Bei den jüngeren Menschen sind zwei Dinge angesagt: Piercing und Drinks im Park. Vor dem Abtanzen ist es billiger und oft auch lustiger, sich zu einem gemeinsamen Drink im Park zu treffen. Die Drinks werden zu Hause gemixt und in der Thermosflasche mit in den Palermo-Park genommen. Anschließend geht es dann in die hippen Clubs.
Julio A. Roca
Die Jahre von 1880 bis 1912 waren durch die zahlreiche Einwanderung vor allem von Italienern und Spaniern gekennzeichnet, die sich in den Städten und in so genannten „Kolonien“ auf dem Land ansiedelten. Politisch ist diese Zeit als Scheindemokratie zu bezeichnen, denn die Regierung Julio Argentino Roca und die folgenden Regierungen waren oligarchisch ausgerichtet, mit großem Einfluss der Großgrundbesitzer. Dem Gros der Bevölkerung wurde durch ein ausgeklügeltes Wahlbetrugs-System durch die Regierungspartei Partido Autonomista Nacional, die von 1874 bis 1916 ununterbrochen regierte, die politischen Rechte vorenthalten; auch die Einwanderer hatten kein Stimmrecht.
Im Zweiten Weltkrieg war Argentinien offiziell neutral. Es sympathisierte zunächst mit den Achsenmächten, unterstützte gegen Kriegsende jedoch die Alliierten. Während des Krieges war Argentinien Zielland von Flüchtlingen aus Europa; nach dem Krieg fanden in Argentinien ebenso wie in anderen Staaten Lateinamerikas zahlreiche Nationalsozialisten Unterschlupf. Unter den prominentesten NS-Kriegsverbrechern in Argentinien waren Adolf Eichmann, der am 23. Mai 1960 vom Mossad entführt und in Israel zum Tode verurteilt wurde, Josef Mengele, Arzt des Konzentrationslagers Auschwitz, sowie Walter Rauff, der im Zweiten Weltkrieg mitverantwortlich war für den Einsatz fahrbarer Gaskammern, mit denen die Häftlinge aus Konzentrationslagern ermordet wurden. Über so genannte Schlüsselfirmen wurden auch hohe Vermögenswerte der Nationalsozialisten nach Argentinien verschoben.
Satelitenaufnahme
Vom Satelit: Der Rio de la Plata mit dem Großraum Buenos Aires rechts unten.
In der rechten Hälfte unten sehen Sie ein Sternförmiges Gebilde neben der braunen Brühe des Rio Paraguay Delta. Das ist Buenos Aires vom Satelliten aus gesehen. (Foto NASA).
Argentina- "El país de los seis continentes"
Das Land der sechs Kontinente wird Argentinien auch genannt und dies zurecht. Mit seiner extremen Nord-Süd-Ausdehnung sowie verschiedenen Klimazonen und geographischen Extremen ist Argentinien ein überaus vielseitiges Land.
Der höchste Berg der Anden ist der 6962 m hohe Aconcagua. Er liegt in Argentinien an der Grenze zu Chile.
Der Aconcagua
Aconcagua höchster Berg des Kontinents
Das gesammte westliche Grenzgebiet wird von den Anden eingenommen, der längsten kontinentalen Gebirgskette der Erde. Deren höchster Berg, der Aconcagua mit 6962 m Höhe, liegt nahe der argentinisch-chilenischen Grenze in der Provinz Mendoza. In den argentinischen Anden liegen auch die beiden höchsten Vulkane der Welt, der Ojos del Salado (6880 m) und der Monte Pissis (6795 m).
Auf den Spuren der Gauchos

Gaucho nannte und nennt man in Argentinien, Paraguay, Uruguay und dem südlichen Brasilien (hier Gaúcho) vorwiegend Nachkommen von Spaniern und Indios, die in den Pampas Viehzucht treiben.
Die Folklore hat den Begriff des südamerikanischen Gauchos ebenso romantisch verklärt wie den des nordamerikanischen Cowboys. Eines der wichtigsten wirtschaftlichen Erzeugnisse der Gauchos war Rindsleder und später Trockenfleisch.
Heute wird der Begriff umgangssprachlich oft auf alle Argentinier angewandt.
Gauchos um 1920
Gaucho sein ist kein Zuckerlecken, wie so mancher glaubt, sondern täglich harte Arbeit
Gauchito
Gil auf einer Wandmalerei in Rosario.
Gaucho
Huagos sind die moderner Gauchos von heute die man in ländlichen Regionen übertall sehen kann.
Die Anden und ihre Vulkane
Der Vulkan Lanin

Die Anden (Quechua: „Anti“ bzw. „Antis“) sind die längste (über dem Meeresspiegel befindliche) Gebirgskette der Erde. Sie erstrecken sich entlang der Westküste Südamerikas von Venezuela über Kolumbien, Ecuador, Peru, Bolivien, Argentinien und Chile. Sie bestehen aus zwei, in manchen Abschnitten auch mehr, parallel verlaufenden Hauptketten. Im mittleren Abschnitt in Peru, Bolivien, Nordchile und Nordargentinien liegen diese Ketten sehr weit auseinander und umschließen das zentrale Hochland (Altiplano), worin auch der Titicaca-See eingebettet ist. Das Zentrum des Inka-Reiches, Cuzco, befand sich nördlich von dieser Hochebene.
Die Anden erstrecken sich mit einer Nord-Süd-Ausdehnung von ca. 7500 km von den Tropen (ca. 10Grad Nord) bis weit in die Außertropen (ca. 55Grad Süd).
Im Süden und in Ecuador sind sie bis 200 km breit; zwischen Arica (Chile) und Santa Cruz de la Sierra (Bolivien) weisen sie dagegen eine Ost-West-Ausdehnung von über 600 km auf.
Das Alter der Anden wird auf rund 60 Millionen Jahre geschätzt. Die Gebirgskette hat sich in nur 3 Millionen Jahre aufgefaltet.

Der über 3000 m hohe Vulkan Llaima.
Vulkan del Inka
Der ehemaligen Krater des Vulkans ist vom Regenwasser und vom Schmelzwasser voll gelaufen, heute ziert ihn ein See.
Vulkan Lanín
Der Vulkan "Volcán Lanín" in Argentinien ist ein erloschener Schichtvulkan in den Anden, rund 50 km nördlich von San Martín de los Andes. Er liegt im Nationalpark "Parque Nacional Lanín" und gild aufgrund seiner Ähnlichkeit mit dem Berg Fuji als schönster Berg Argentiniens. Der Name stammt aus der Sprache der Mapuche und bedeutet soviel wie "ausgelöscht". Der Vulkan ist auf der Flagge und dem Wappen der Provinz Neuquén abgebildet.
Vulkan Antofagasta
Vulkan Galán
Die Kataratas Wasserfälle
Cataratas: Foz de Iguazu
Cataratas übersetzt auf deutsch = Wasserfälle.
Auf diesen Plattformen habe ich selbst im donnern des Wassers einige Male gestanden. Die Tiere des Uhrwaldes sind durch die vielen Touristen so zahm geworden und lassen sich aus der Hand füttern. Vor allem die Nasenbären. Aber da ist immer Vorsicht geboten, sie lassen sich ungern streicheln, dann greifen sie sofort an und beißen blitzschnell zu.
Die Glätscher
Upsala Gletscher
PATAGONIEN Andenregion, patagonische Atlantikküste Feuerland
Moreno

Tango
Selbst in den Strassen wird in Argentinien Tango für die Zuschauer getanzt.
Land und Leute
So andersartig das Land auch ist, die Menschen sind uns näher als erwartet. 90 % der Argentinier sind europäischer, vor allem italienischer und spanischer, Herkunft und in machen Landesteilen wird sogar deutsch gesprochen. Dabei wird oft vergessen, dass es auch heute noch rund 850.000 Indianer von 17 Stämmen gibt, die allerdings immer weniger werden. Sie alle bemühen sich, ihre alte Kultur zu pflegen und weiterzugeben.
Fußball ist der alles verbindende, beliebteste Breitensport mit riesigen Stadien und legendären Spielern. Und dann der Tango! Für die einen ist er der Tanz der Unterschicht, für die anderen spiegelt er das Lebensgefühl der Argentinier wider. In Buenos Aires oder San Telmo ist er jedenfalls fester Bestandteil der Kultur.
Bei den jüngeren Menschen sind zwei Dinge angesagt: Piercing und Drinks im Park. Vor dem Abtanzen ist es billiger und oft auch lustiger, sich zu einem gemeinsamen Drink im Park zu treffen. Die Drinks werden zu Hause gemixt und in der Thermosflasche mit in den Palermo-Park genommen. Anschließend geht es dann in die hippen Clubs.
Adolf Eichmann und Argentinien

Eichmann privat In Uniform
Otto Adolf Eichmann (*19. März 1906 in Solingen; hingerichtet am 1. Juni 1962 in Ramla bei Tel Aviv, Israel), SS-Obersturmbandführer, war als Leiter des für die Organisation der Vertreibung und Deportation der Juden zuständigen Referats des Reichssicherheitshauptamtes (RSHA) zentral mitverantwortlich für die Ermordung von schätzungsweise sechs Millionen Menschen im weitgehend besetzten Europa.
A. Eichmann
Adolf Eichmann während der Gerichtsverhandlung in Jerusalem Israel
Adolf Eichmann
SS-Führer
Adolf Eichmann-Lebenslauf
1906
19. März: Adolf Eichmann wird als Sohn des Buchhalters und Firmenbesitzers Adolf Eichmann und dessen Ehefrau Maria (geb. Schefferling) in Solingen (Rheinland) geboren.
1914
Umzug der Familie nach Linz (Österreich).
1919-1921
Besuch der "Höheren Bundeslehranstalt für Elektrotechnik, Maschinenbau und Hochbau" in Linz. Eichmann verläßt die Anstalt ohne Abschluß.
1923-1932
Tätigkeit als Bergarbeiter in der Untersberger Bergbaugesellschaft seines Vaters, als Verkäufer beim "Oberösterreichischen Elektrobau" und als Vertreter der "Vacuum Oil Company" in Wien.
1927
Beitritt zum deutsch-österreichischen Frontkämpferbund.
1932
1. April: Eichmann wird Mitglied der österreichischen Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei (NSDAP) und der Schutzstaffel (SS).
Aufgrund des österreichischen NSDAP-Verbots Übersiedlung nach Deutschland, wo er in Bayern eine vierzehnmonatige militärische Ausbildung durch die SS erhält.
Eichmann wird in den Sicherheitsdienst (SD) aufgenommen.
ab 1934
1. Oktober: Referententätigkeit im SD-Hauptamt Berlin, Referat II 112 ("Referat Juden"). Eichmann informiert sich über Mittel und Wege, die erzwungene Emigration der jüdischen Bevölkerung zu forcieren. Er erwirbt oberflächliche Kenntnisse des Hebräischen und Jiddischen und nimmt Kontakt mit Zionistenführern auf.
1938
Versetzung als Referent in die Dienststelle des SD-Führers beim SS-Oberabschnitt Donau.
August: Eichmann organisiert die "Zentralstelle für jüdische Auswanderung" in Wien, die einzige NS-Stelle, die ermächtigt ist, österreichischen Juden Ausreisegenehmigungen zu erteilen. In weniger als eineinhalb Jahren verlassen 150.000 Juden zwangsweise das Land.
1939
Oktober: Er übernimmt die Leitung der von Reinhard Heydrich im Juni eingerichteten "Reichszentrale für jüdische Auswanderung" in Berlin. Eichmann ist an den Planungen zur Zwangsumsiedlung der Juden in das Generalgouvernement beteiligt.
Dezember: Er erhält das Referat IV B 4 ("Referat Auswanderung und Räumung") des Reichssicherheitshauptamts (RSHA) in Berlin, Kurfürstenstraße 115/116. Eichmann wird zur zentralen Figur der Deportationen von über 4 Millionen Juden in die Ghettos und Konzentrationslager.
1941
9. November: Beförderung zum SS-Obersturmbannführer.
Eichmann reist erstmals nach Auschwitz. Weitere Besichtigungen der Vernichtungslager folgen.
1942
20. Januar: Er führt Protokoll auf der Wannsee-Konferenz.
1944
März: Als Führer eines Sonderkommandos organisiert Eichmann in Budapest die Deportation ungarischer Juden nach Auschwitz.
1945
Nach Ende des Zweiten Weltkriegs gelingt ihm die Flucht aus der amerikanischen Internierungshaft.
1945-1950
Mit gefälschten Papieren lebt Eichmann in Deutschland. Er arbeitet zeitweise als Holzarbeiter in der Lüneburger Heide.
1950
Eichmann emigriert über Italien nach Argentinien, wo er unter dem Namen Ricardo Klement in Buenos Aires lebt. Seine Frau Vera (geb. Liebl) folgt ihm wenig später mit ihren drei Söhnen. Er erhält eine Anstellung als Leiter einer Unterabteilung bei Daimler-Benz.
Passport
Passport = Personalausweis. Der Rotkreuz-Ausweis, mit dem Eichmann 1950 unter falschem Namen nach Argentinien einreiste.
1960
11. Mai: Nach monatelanger Beobachtung nimmt der israelische Geheimdienst Eichmann fest. Er wird neun Tage später nach Israel entführt, da zwischen Argentinien und Israel kein Auslieferungsabkommen besteht.
1961
April-Dezember: Eichmann-Prozeß in Israel. Er bekennt sich nicht schuldig im Sinne der Anklage und beruft sich auf Befehle von Vorgesetzten. Eichmann wird in erster und zweiter Instanz zum Tode verurteilt.
1962
1. Juni: Das Todesurteil wird im Gefängnis Ramleh bei Tel Aviv an Adolf Eichmann vollstreckt.
Der Eichmann-Prozess im Jerusalemer Bezirksgericht
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